Hanf ist nicht gleich Hanf

Cannabis – die lateinische Bezeichnung für Hanf – ruft bei vielen Menschen noch immer ein ungutes Gefühl hervor und es findet automatisch eine Assoziation mit dem Thema Drogen statt. Dabei ist Hanf nicht gleich Droge. Und ganz nebenbei: Hanf ist auch nicht gleich Hanf. In dieser Einführung erfährst du mehr über die faszinierende Pflanze.

Die Hanfpflanze

Die Pflanzengattung Hanf stammt aus der Familie der Hanfgewächse und gehört zu den ältesten Nutzpflanzen auf der Erde. Aus den einzelnen Teilen der Hanfpflanze – den Blättern, Samen, Blütenständen und Fasern – werden ganz unterschiedliche Produkte hergestellt.

Hanf

Cannabis ist nichts anderes als der lateinische Name der Hanfpflanze – wurde aber zur Abgrenzung gegenüber dem Nutzhanf fast ausschließlich für Hanfsorten mit einem besonders hohen THC Gehalt verwendet.

Die Hanfpflanze wird vielseitig genutzt: Aus Hanfsamen wird Hanföl gewonnen, aus den Fasern der Stängel werden Seile hergestellt und aus den Blüten der weiblichen Cannabispflanze gewinnt man CBD Extrakte oder Marihuana (je nach THC Gehalt).

Wer hat´s erfunden?

In China wusste man die Hanfpflanze schon 2800 v.Chr. aufgrund ihrer wohlschmeckenden Samen und den widerstandsfähigen Fasern zu schätzen und baute sie zu der Zeit bereits an. Schon um 300 v.Chr. erwähnte man Hanf in chinesischen medizinischen Schriften als Heilmittel gegen Rheuma und vielerlei anderer Leiden.

In der Antike zählte Hanf in Europa bereits zu den Nutzpflanzen wo er beispielsweise zur Herstellung von Langbogen eingesetzt wurde. Und ab dem 13. Jahrhundert etablierte die Pflanze sich zu einem der bedeutendsten Rohstoffe in der Papierproduktion.

Der Anbau von Hanf

Der landwirtschaftliche Anbau von Hanf erlebte in den 90-iger Jahren eine Art Wiedergeburt, nach der Anti-Cannabis Kampagne von Harry Jacob Anslinger, der sich in den 60-iger Jahren vehement für ein Cannabis Verbot einsetzte. Aufgrund der vielen Verwendungsmöglichkeiten der unterschiedlichen Pflanzenteile konnte Hanf seitdem wieder festen Fuß fassen.

Hanf findet man in vielen Bereichen:

  • als Basis von Lacken und Farben
  • bei der Herstellung bestimmter Papiere
  • in der Futtermittelproduktion
  • bei der Fasergewinnung
  • als Arzneimittel
  • als Lebensmittel

Was macht man aus einem Hanfblatt?

Zum größten Teil werden Hanfblätter zur Herstellung von Hanf-Tee verwendet. Sie sind weder zur Fasergewinnung geeignet, noch enthalten sie nennenswerte Mengen von Wirkstoffen mit pharmazeutischer Wichtigkeit wie Terpene oder Cannabinoide. Bei der Gewinnung ätherischer Öle dienen sie maximal als Beiwerk.

Wofür werden Hanfsamen verwendet?

Hanfsamen – auch Hanfnüsse genannt, denn das sind sie im Grunde – sind vielseitig nutzbar. Viele von uns werden die kleinen knackigen Gesellen in Form von Vogelfutter bereits begegnet sein. Allerdings weiß man inzwischen, wie viel Power in den Samen der Cannabispflanze steckt, sodass man diese entweder in geschälter und ungeschälter Form als Beigabe für Smoothies und Salate verkauft oder wertvolles Hanfmehl daraus herstellt.

Hanf Nüsse

Hanfmehl hat einen leicht nussigen Geschmack und ist reich an Ballast- und Mineralstoffen. Zudem steckt in ihm eine Menge Eiweiß und Omega-3-Fettsäure, was es besonders für Menschen mit vegetarischer oder veganer Ernährung interessant macht.

Last but not least wird aus den Hanfnüssen ein wertvolles Speiseöl gewonnen – das Hanfsamenöl.

Hanfsamenöl ist kein CBD / Cannabis Öl

Nicht zu verwechseln ist Hanfsamenöl mit CBD-Öl bzw. Cannabis-Öl. Obgleich tatsächlich momentan viele Produzenten die Verwirrung der Verbraucher ausnutzen und aus einem „einfachen“ Speiseöl plötzlich ein sehr teures Hanföl mit angeblichem Cannabinoid-Gehalt werden lassen.

Hier ist Vorsicht geboten. Denn in dem Öl aus den Hanfsamen sind keine Cannabinoide zu finden! Diese stecken ausschließlich im Harz der Cannabispflanze, welches über sogenannte Trichome vermehrt an den Blütenständen abgegeben wird. Diese kleinen Drüsenhärchen befinden sich hauptsächlich auf den Blüten der weiblichen Cannabispflanze.

Cannabinoide stecken ausschließlich im Harz der Hanfpflanze

Das Harz der Hanfpflanze enthält mehr als 70 verschiedene Cannabinoide. Da weibliche Cannabispflanzen einen weitaus höheren Anteil dieser Wirkstoffe aufweisen, wird in der medizinischen Nutzung von Cannabis auf männliche Pflanzen komplett verzichtet.

Hanf Blüte

Beim industriellen Nutzhanf sieht das anders aus. Hier werden spezielle sogenannte „europäische Nutzhanfsorten“ verwendet, deren THC Gehalt die gesetzliche vorgeschriebene Grenze von 0,2 Prozent nicht überschreiten dürfen. Welche das sind, ist im EU-Sortenkatalog festgehalten. Der Vorteil dieser Hanfsorten: Trotz des geringen THC Gehalts steckt im Harz der weiblichen Pflanzen ebenfalls ein therapeutisch wertvoller Wirkstoff-Cocktail aus Cannabinoiden, Terpenen und Flavonoiden.

Im Drogenmilieu wird Cannabis mit hohem THC Gehalt neben dem klassischen Joint hauptsächlich als Haschisch und Marihuana konsumiert. Bei Haschisch handelt es sich um das gepresste Harz der Cannabis Pflanze. Marihuana dagegen sind die vom Harz überzogenen getrockneten Blüten und Pflanzenspitzen.

Warum ist CBD keine Droge?

Anders als THC hat CBD keine psychoaktive Wirkung auf den Menschen. Das bedeutet, es löst bei uns keinen Rausch aus. Allerdings wirkt es auf die meisten Menschen extrem entspannend. Hinzu kommen seine vielen positiven Eigenschaften wie:

  • entzündungshemmend
  • angstlösend
  • schlaffördernd
  • schmerzlindernd

Aufgrund dieser Eigenschaft ist CBD ein hochwirksamer pflanzlicher Arzneistoff, ähnlich wie Morphin aus Schlafmohn oder das Atropin der Tollkirsche. Ersteres muss ich sicher nicht großartig erklären. Atropin kommt in der Anästhesie sowie in der Intensiv- und Notfallmedizin zum Einsatz – und zwar bei der symptomatischen Behandlung einer zu niedrigen Herzfrequenz.

Viele setzen die Phytopharmaka – also die Behandlung mit pflanzlichen Wirkstoffen - oft fälschlicherweise mit Homöopathie gleich – doch dem ist nicht so. Beide werden allerdings zusammen mit den anthroposophischen Arzneimitteln laut AMG als besondere Therapierichtungen bei der Behandlung von Krankheiten eingesetzt.

Mittlerweile sehen sich selbst die Krankenkassen dazu genötigt, die positiven Wirkungen von CBD auf den menschlichen Organismus einzuräumen, auch wenn im gleichen Atemzug seine angeblichen Nebenwirkungen und die schlechte Studienlage moniert werden. (1)

Meiner Erfahrung nach können natürlich unangenehme Erscheinungen auftreten, wenn man es mit der CBD Einnahme übertreibt. Wird jedoch die Dosierung von Cannabidiol entsprechend angepasst, verschwinden diese in der Regel sehr schnell wieder.

Um deinen Organismus an die Wirkstoffe aus dem Harz der Hanfpflanze zu gewöhnen empfiehlt es sich daher, mit einer geringen Dosis zu beginnen. CBD Öl 5% ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, den Einstieg in die Anwendung von CBD zu wagen. Zum einen ist der geringe Anteil des Wirkstoff im Öl perfekt zur Eingewöhnung und zum anderen ist die Bioverfügbarkeit der Wirkstoffe im Öl mit am höchsten.

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Annett Jäger

Freie Autor*In Fotograf*In Designer*In Physiotherapeut*In

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